Fauna - vielfältige Tierwelt der Rhön

Neben einer reichhaltigen Flora beeindruckt das Projektgebiet mit einer umfangreichen Fauna. Speziell Wärme liebende Tagfalter- und Heuschreckenarten sind hier zu nennen. Neben diesen Artengruppen können zahlreichen Vogelarten beobachtet werden. Im Rahmen des Projekts wurden außerdem die xylobionten Käfern genauer untersucht. Viele dieser Arten bedürfen eines besonderen Schutzes, da sie sich auf den Roten Listen Deutschlands und Thüringens befinden. Zusätzlich werden einige Spezies in den Anhängen der FFH-Richtlinie aufgeführt.

Wie für die floristischen Vertreter gilt auch für die Fauna, dass direkt bestandsstützende Maßnahmen  nur in begrenztem Umfang nötig sind. Betroffene Arten werden auf den Seiten "Tagfalter" und "Heuschrecken" vorgestellt. Generell gilt, dass Artenschutzmaßnahmen nur mit vertretbarem Aufwand umsetzbar sind. Die Mehrzahl der im Projektgebiet vorhandenen Arten können und müssen mit Hilfe einer schutzzweckverträglich geregelten Nutzung und Pflege auf längere Sicht im Gebiet erhalten werden. Das Projektgebiet weist bereits unter den jetzigen Gegebenheiten eine sehr große Vielfalt sowohl an nutzungsgeprägten als auch naturnahen Lebensräumen auf, die einer Vielzahl von Arten geeignete Habitate bieten. Zusätzlich sollen künftig bestimmte Teile des Projektgebietes dem Prozessschutz vorbehalten bleiben, was ebenfalls zur langfristigen Bestandserhaltung zahlreicher Arten beitragen kann.

Der Heidegrashüpfer (Stenobothrus lineatus) ist ein typischer Vertreter der Magerrasen. Die Art stellt eine Leitart für das Projektgebiet dar. Neben der typischen Grünfärbung findet man beim Heidegrashüpfer häufig lila bis violette Farbvarianten.
Der Heidegrashüpfer (Stenobothrus lineatus) ist ein typischer Vertreter der Magerrasen. Die Art stellt eine Leitart für das Projektgebiet dar. Neben der hier zu sehenden Färbung findet man beim Heidegrashüpfer häufig lila bis violette Farbvarianten. (Foto: J.Gombert)