Flora - vielfältige Pflanzenwelt der Rhön

Entsprechend dem Landschaftscharakter machen Arten der Trocken- und Halbtrockenrasen sowie der thermophilen Gebüschsäume einen wesentlichen Teil des Artenspektrums aus.

Charakteristisch und landschaftsprägend sind die zahlreichen lockeren Wacholderbestände (Juniperus communis). Auf frischem bis feuchtem Grünland kann u.a. die Trollblume (Trollius europaeus) als aspektbestimmend genannt werden. Ebenso kommen Arten der  gefährdeten Nasswiesen bzw. Kalkflachmoore und seltene Vertreter der Segetalflora im Projektgebiet vor.

Direkt bestandsstützende Maßnahmen sind nur in begrenztem Umfang beispielsweise für das Ohnhorn (Aceras anthropophorum)

vonnöten. 

Generell gilt, dass in gärtnerische Aktivitäten mündende Maßnahmen des speziellen Artenschutzes weder einem zeitgemäßen Naturschutz entsprechen noch sind sie auf größerer Fläche mit vertretbarem Aufwand umsetzbar. Die Mehrzahl der im Projektgebiet vorhandenen und z.T. gefährdeten Arten können und müssen mit Hilfe einer schutzzweckverträglich geregelten Nutzung und Pflege auf längere Sicht im Gebiet erhalten werden. Das Projektgebiet weist eine sehr große Strukturvielfalt auf, die einer Vielzahl von Arten geeignete nutzungsgeprägte als auch naturnahe Lebensräume bieten. Zusätzlich sollen künftig bestimmte Teile des Projektgebietes dem Prozessschutz vorbehalten bleiben, was ebenfalls zur langfristigen Erhaltung zahlreicher Arten beitragen kann.

Der Deutsche Enzian (Gentianella germanica) ist ein typischer Vertreter der Kalkmagerrasen der thüringischen Rhön (Foto: J. Gombert)
Der Deutsche Enzian (Gentianella germanica) ist ein typischer Vertreter der Kalkmagerrasen der thüringischen Rhön (Foto: J. Gombert)