06.11.08 11:00 Uhr Alter: 11 Jahr(e)
Kategorie: Allgemeine News

Was kostet Naturschutz?

Die Bundesregierung hat am 7. November 2007 die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt beschlossen. Damit liegt in Deutschland erstmals eine umfassende und anspruchsvolle Strategie zur Umsetzung des UN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt vor, die rund 330 Ziele und rund 430 Maßnahmen zu allen biodiversitätsrelevanten Themen enthält.

Der Erhalt der Biodiversität ist also in aller Munde und scheint einen selbstverständlichen Wert für jedermann darzustellen. Wenn sich jedoch Konflikte auftun, ist eine gute Argumentation zur Rechtfertigung des eigenen Handelns notwendig. In einem der Referate werden die wichtigsten Begründungsmuster zum Schutz der Biodiversität aus naturethischer Sicht herausgearbeitet. Die Artenvielfalt ist im Allgemeinen die Grundlage für die Erhaltung nutzungsgeprägter Biotopstrukturen. Es wird der Frage nachgegangen, wie sich Lebensräume und das damit verbundene Arteninventar wandeln, wenn sich die Nutzung der Landschaft verändert. Diese Nutzungsänderungen können verschiedene Ursachen haben. Eine wesentliche Ursache stellt die Änderung der finanziellen Rahmenbedingungen dar. Es wird auf die Kosten- und Leistungsstrukturen von Schäfereibetrieben eingegangen und die agrarpolitischen Rahmenbedingungen bis 2013 erläutert. Am Beispiel des Biotoptyps Kalkmagerasen können so auch die Hintergründe für die Kosten zum Erhalt dieses Biotoptyps aufgezeigt werden. Die nachhaltige Sicherung der Kalkmagerrasen in der Thüringer Vorderrhön ist das Ziel des Naturschutzgroßprojektes „Thüringer Rhönhutungen“. Im Hinblick auf die Durchführung der Pflegemaßnahmen in diesem Projekt und die Absicherung der Folgebewirtschaftung durch die landwirtschaftlichen Unternehmen werden wesentliche sozioökonomische Aspekte der Pflege- und Entwicklungsplanung beleuchtet.

 

Veranstalter:

TLUG in Zusammenarbeit mit

dem Biosphärenreservat Rhön, Landschaftspflegeverband "BR Thüringische Rhön" e.V.

Veranstaltungsort:

Kaltensundheim

weitere Informationen und Programm: siehe TLUG