Die Riesenbärenklau-Bekämpfung geht weiter

Übersichtskarte Riesenbärenklau-Vorkommen im BR Rhön
Übersichtskarte für Riesenbärenklau-Vorkommen
rot: Riesenbärenklau-Vorkommen
blau: Fließgewässer
orange: Zonierung des BR Rhön

Das Projekt zur Bekämpfung des Riesenbärenklaus geht in die zweite Runde. Seit Mai 2017 wird im BR Rhön der gefährliche Riesenbärenklau in den Natura 2000-Schutzgebieten sowie deren Pufferzonen weiter entfernt. Bereits im ersten Projekt wurden viele Bestände erfasst und aktiv bekämpft. Da eine Pflanze des Riesenbärenklaus bis zu 50.000 Samen produzieren kann, welche wiederum auch nach bis zu 10 Jahren im Boden noch keimen können, ist bei der Bekämpfung sehr viel Geduld erforderlich.

Wie das erste Projekt verlief, können Sie hier nachlesen. Dort finden Sie ebenfalls Hintergrundinformationen und Beseitigungsmöglichkeiten.

Das derzeitige ENL-Projekt wird bis zum 31.12.2020 andauern. Es wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaats Thüringen gefördert.

Der Riesenbärenklau wächst insbesondere entlang von Fließgewässern, wie der Ulster. Auf Grund der hohen Anpassungsfähigkeit, sind die Pflanzen in der Lage an verschiedenen Standorten, wie auf Grünland, Bracheflächen oder in Wäldern, zu wachsen.

Die Karte auf der rechten Seite zeigt einen Überblick über die dem LPV Rhön bekannten Riesenbärenklau-Standorte im Thüringer Teil des BR Rhön. Klicken Sie zum Vergrößern einfach auf die Karte. Haben Sie Fragen zum Thema oder sind Ihnen Standorte von Riesenbärenklau im BR Rhön bekannt? Dann können Sie sich gerne mit uns in Verbindung setzen.

Resümee 2017

Riesenbärenklau und Orientalisches Zackenschötchen in mitten von heimischer Flora
Ab in den Rhöner Neophyten-Dschungel (Riesenbärenklau-Blätter und gelb blühendes Orientalisches Zackenschötchen umgeben von heimischer Flora; Foto: G. Ogan, 2017)
Ausgestochener Riesenbärenklau auf Grünland
Nach getaner Arbeit - die Blüten- und Samenstände sind entfernt und die Pflanzen ausgestochen (Foto: G. Ogan, 2017)

Im zweiten Riesenbärenklau-Projekt sind bereits nach wenigen Monaten erste Erfolge sichtbar. Durch den Einsatz eines Forstunternehmers und der neuen Mitarbeiterin des LPV Rhön Gesa Ogan konnte die Versamung und somit die fortschreitende Ausbreitung des Riesenbärenklaus im BR Rhön verhindert werden.

Der Riesenbärenklau wächst in verschiedenen Bereichen der Rhön. Meist finden Sie ihn entlang der Ulster und ihren Zuflüssen, wie beispielsweise dem Lützenbach oder dem Apfelbach. Zusätzlich sind uns einzelne Vorkommen in Waldbereichen und auf Grünflächen bekannt. Insgesamt haben wir seit Mai 2017 auf ca. 25 ha mehr als 5.000 Pflanzen ausgestochen.

Zusätzlich zu bereits bekannten Riesenbärenklau-Beständen, wurden weitere Vorkommen im Projektgebiet gemeldet. Diese wachsen an unterschiedlichen Standorten. Ein Teil der Bestände wird im Rahmen des Projekts entfernt, ein anderer Teil wird durch Kooperationen, zum Beispiel mit Landwirten, beseitigt.

Blühender Riesenbärenklau-Bestand
Ausschnitt eines Massenbestandes vor Bekämpfungsbeginn (Foto: G. Ogan, 2017)
Abgemähter Riesenbärenklau-Bestand
Derselbe Bestand, nach Beginn der Bekämpfung in Zusammenarbeit mit der örtlichen Agrargenossenschaft (Foto: G. Ogan, 2017)

In den folgenden Projektjahren werden wir den Riesenbärenklau weiterhin durch Ausstechen bekämpfen. So soll eine nachhaltige Bestandsverringerung des Riesenbärenklaus erfolgen und die heimische Vegetation wird sich wieder verbreiten können. Zu den Bereichen, in denen der Riesenbärenklau bekämpft wird, zählen auch Flächen der Stiftung Naturschutz Thüringen (SNT). Die Kooperation zwischen der SNT und dem LPV Rhön ermöglicht eine effektive Bekämpfung der Bestände.

Nach 2020 werden die betroffenen Gemeinden, entsprechend ihrer zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel, die Bekämpfung des Riesenbärenklaus für fünf Jahre durchführen.

Riesenbärenklau-Keimlinge auf einer Kiesbank
Die Flächen müssen regelmäßig kontrolliert werden - der Riesenbärenklau keimt erneut (Foto: G. Ogan, 2017)