Resümee 2019

Trotz Trockenheit entwickelte sich der Riesenbärenklau in der Rhön leider prächtig.

Die kurzzeitigen Regenunterbrechungen taten ihr Übriges – die Keimlinge entwickelten sich im Frühjahr gut und gewannen rasch an Größe. So rückte unser Landschaftspflegeverband ab April regelmäßig aus – gewappnet mit Schutzkleidung und Spaten, um die jungen Riesenbärenklau-Pflänzchen auszustechen. Durch diese Maßnahme wurden 2019 wieder Hunderte Pflanzen am Wachsen gehindert. Beim Kampf gegen den Riesenbärenklau ist ein langer Atem gefragt. So ist und bleibt die Ulster mit ihren Zuflüssen weiterhin ein Hotspot mit dem Vorkommen des Riesenbärenklaus.

Daneben werden immer wieder – auch dank der aufmerksamen Rhöner Bevölkerung – neue Vorkommen entdeckt und an uns gemeldet, z.B. bei Unter- und Oberweid sowie Borsch und Wenigentaft.

2019 konnte die wissenschaftliche Begleitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zur Erprobung alternativer mechanischer Bekämpfungsmethoden fortgeführt werden. Zudem wurden zwei Schülergruppen aus Vacha und Erfurt im Rahmen ihrer Seminarfacharbeit begleitet.

Neben der Koordination der Bekämpfung und der praktischen Arbeit vor Ort (Kontrolle der Projektflächen, Ausstechen der Jungpflanzen und Ernten der Blüten- und Samenstände) kam auch die Öffentlichkeitsarbeit nicht zu kurz: So wurde unter anderem im MDR-Thüringen Journal über unser ENL-Projekt berichtet.

Auch die Anleitung und Einbindung der Gemeindearbeiter wurde 2019 nochmal intensiviert. Denn die Fortführung der Bekämpfung nach Pprojektende ist sehr wichtig, damit verbliebene, neu treibende Pflanzen nicht zur Aussamung kommen.

Blühendes, ca. 2,5 m großes Exemplar an der Ulster. Glücklicherweise wurde die Pflanze rechtzeitig entdeckt und entfernt (Foto: LPV Rhön).
Riesenbärenklau-Vorkommen an der Ulster im Mai 2019, hier noch überschwemmt (Foto: LPV Rhön).
Gleiches Vorkommen blühte einen Monat später. Auch hier konnte zum Glück – unter Mithilfe des Bauhofes – ein Aussamen verhindert werden. Nach wie vor bleibt die Ulster ein Hotspot für Riesenbärenklauvorkommen (Foto: LPV Rhön).