Projektkooperationen

Kooperation mit dem Projekt 100 Äcker für die Vielfalt

Verhältnismäßig artenreiche Ackerrandstreifen mit einer Reihe gefährdeter Arten kommen im KG1, bei Roßdorf vor. Hervorzuheben sind außerdem die Äcker im Umfeld des Lämmerberges (KG6), in deren Randbereichen eine typische und artenreiche basiphile Ackerwildkrautflora mit einer Vielzahl gefährdeter und stark gefährdeter Rote-Liste-Arten nachgewiesen werden konnte.

Um die Segetalflora langfristig zu schützen, wurde eine Kooperation mit dem Projekt „100 Äcker für die Vielfalt“ eingegangen. Mit Mitteln des Naturschutzgroßprojektes konnte bereits eine Fläche bei Wohlmuthausen angekauft werden. Das Projektteam der  "100 Äcker" übernimmt mit die weitere Betreuung der Fläche und organisierte die Abwicklung der Ausgleichszahlungen für den Bewirtschafter. Somit konnte eine naturschutzfachlich wertvolle Fläche, mit einer beeindruckenden Segetalflora gesichert werden und ein weiterer Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt geleistet werden.

zwischen Wohlmuthausen und Gerthausen in der Thürinigschen Vorderrhön befindet sich der erste Schutzacker Thüringens (Foto: D. Stremke, 2006)
zwischen Wohlmuthausen und Gerthausen befindet sich der erste Schutzacker Thüringens, welcher im Rahmen von "100 Äcker für die Vielfalt" und dem Naturschutzgroßprojekt angekauft wurde (Foto: D. Stremke, 2006)
Petra Ludwig - Projektleiterin des NSGP- und Stefan Meyer von der Uni Göttingen bei einer Begehung des Ackers (Foto: LPV)
Petra Ludwig vom LPV und Stefan Meyer von der Uni Göttingen bei einer Begehung des Ackers (Foto: LPV)

Der Schutzacker am Kirchberg bei Wohlmuthausen ist der erste dieser Art in Thüringen. Am 23. Juni 2010 wurde dieser Acker mit einer eigens dafür angefertigten Infotafel eingeweiht. Neben Vertretern der Koordinierungsstelle des Schutzackerprojekts (Uni Göttingen) waren Vertreter von der DBU (Prof. Dr. W. Wahmhoff), des BMU (Dr. E. Nickel), des TMLFUN (u.a. Minister J. Reinholz) und auch zahlreiche regionale Akteuren der Einladung gefolgt.

Frau P. Ludwig und Frau J. Gombert  vom Landschaftspflegeverband stellten Frau Dr. E. Nickel vom BMU und Herrn K. F. Abe vom BR Rhön bei schönstem Wetter verschiedene Arten des Schutzackers bei Wohlmuthausen vor (Foto: C. Kallenbach)
Frau P. Ludwig und Frau J. Gombert (LPV) stellten Frau Dr. E. Nickel (BMU; 2.v.l.) und Herrn K. F. Abe (BR Rhön; 1.v.l.) u.a. das Rundblättrige Hasenohr vor (Foto: C. Kallenbach)
Nach der offiziellen Einweihung nutzten die Vetreter der Projektleitung "100 Äcker" den Termin, um die Gäste über das Projekt und die Besonderheiten der Segatalflora zu informieren (Foto: LPV)
Die Vetreter der Projektleitung "100 Äcker" informierten die Gäste über das Projekt und die Besonderheiten der Segatalflora (Foto: LPV)

Ein Rettungsnetz für die Wildkatze

Diese Kooperation zeigt, dass sich auch Projekte mit sehr unterschiedlicher Zielsetzung ergänzen können. Während im Naturschutzgroßprojekt das Offenland mit seinen charakteristischen Arten im Fokus steht, zielt das Rettungsnetz auf die Vernetzung verschiedener Wälder ab, in denen sich Wildkatzen wohl fühlen.

Durch Obstgehölzpflanzungen, der Ausgrenzung von Heckengruppen und der Anlage von Reisighaufen an Waldrändern als Versteckmöglichkeit können Beiträge zur Verbesserung der Strukturen entlang der potentiellen Wanderwege geleistet werden.

Ausführliche Informationen zum Rettungsnetz für die Wildkatze finden sie hier. (BUND) und speziell zur Wildkatze in der Rhön bei RhönNatur.

Mitten durch das Projektgebiet des Naturschutzgroßprojektes verläuft ein Korridor des Wildkatzenwegeplanes. Durch Gehölzpflanzungen (li.) und Aufschichtung von Reisighaufen (re.) soll die Attraktivität des Korridors für wandernde Wildkatzen verbessert werden. (Fotos li: C. Kallenbach, re: LPV)