Naturschutzgroßprojekte

Naturschutzgroßprojekte basieren auf dem seit 1979 bestehenden Förderprogramm „chance.natur - Bundesförderung Naturschutz“, in dem bereits insgesamt 83 solcher Projekte gefördert wurden. Mit dem Projekt „Thüringer Kuppenrhön“ (ab 2020) ist es nach dem Projekt „Thüriner Rhönhutungen“ (2005-2016) bereits zum zweiten Mal gelungen ein solchen Großprojekt in die Rhön zu holen. Über „chance.natur“ können nur Gebiete gefördert werden, die im nationalen und internationalen Interesse für den Naturschutz außerordentlich wertvoll und für den betreffenden Lebensraumtyp in Deutschland besonders charakteristisch und repräsentativ sind. Das Förderprogramm soll zum dauerhaften Erhalt von Naturlandschaften sowie zur Sicherung und Entwicklung von Kulturlandschaften mit herausragenden Lebensräumen zu schützender Tier- und Pflanzenarten beitragen. Wichtige Kriterien bei der Auswahl der Projekte sind: Repräsentanz, Großflächigkeit, Naturnähe, Gefährdung und Beispielhaftigkeit. Die Förderung erfolgt stets anteilig, wobei der Bund in der Regel 75 % der Gesamtkosten trägt. Die restlichen 25 % teilen sich das jeweils beteiligte Land und der Projektträger.

Naturschutzgroßprojekte gliedern sich in ein Planungsprojekt (Projekt I) mit einer in der Regel ca. 3-jährigen Laufzeit und einem Umsetzungsprojekt (Projekt II). Im Projekt I wird ein Pflege- und Entwicklungsplan (PEPL) erstellt, der auf einer eingehenden Analyse des Planungsraums aufbaut. Zentrale Aufgabe ist es, die Projektziele flächenspezifisch zu konkretisieren und die zur Zielerfüllung erforderlichen Maßnahmen abzuleiten. Dabei sind Machbarkeit und Erfolgsaussichten der identifizierten Maßnahmen realistisch einzuschätzen und fachlich abzusichern.

Naturschutzgroßprojekt "Thüringer Rhönhutungen"

Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Kuppenrhön“