Bekämpfung Neobiota

Neobiota ist ein Begriff aus dem Altgriechischen, der übersetzt „neues Leben“ heißt, damit werden Pflanzen und Tiere bezeichnet, die sich unter menschlichem Einfluss in einem „neuen“ Gebiet etabliert haben, in dem sie „eigentlich“ nicht heimisch sind. Heimische Arten hingegen haben ihr heutiges Verbreitungsgebiet selbstständig erreicht. Pflanzen werden somit als „Neophyten“ (Sing. der Neophyt; φυτόν phytón „Gewächs, Pflanze“) und Tiere als „Neozoen“ (Sing. das Neozoon; ζῶον zṓon „Geschöpf, Tier“) bezeichnet.

Als „invasiv“ wird jene Neobiota bezeichnet, welche in heimische Lebensräume „eindringt“ und durch ihre rasante Ausbreitung die ansässigen heimischen Arten verdrängt. Besonders verheerend ist dieses für die besondere und schützenswerte Tier- und Pflanzenwelt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön.

Aus diesem Grund betreut der Landschaftspflegeverband BR Thüringische Rhön e.V. im Rahmen von zwei neuen ENL*-geförderten Vorhaben die Bekämpfung von den Neophyten Lupine (Lupinus polyphyllus) und Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum).

In diesen Projekte investiert Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.

(*Entwicklung von Natur und Landschaft)