2019 mitgemacht!

Nachfolgend präsentieren wir Ihnen eine Auswahl aus den vielseitigen Maßnahmen unserer Natura 2000-Station „Rhön“.

Sonderaufgabe: Koordinierung Folgepflege Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Rhönhutungen“

Die Aufgaben der Natura 2000-Station „Rhön“ in diesem Bereich erstrecken sich über die Schäferberatung auf den Hutungen (v.a. FFH-LRT 6210, 5130), die Auswahl, Ausschreibung und Betreuung von Folgepflegeflächen (z.B. Feuchtflächen) und die Folgebetreuung weiterer projektrelevanter Aspekte (z.B. schäfereiliche Infrastruktur, Naturerlebniswege, Berichtspflichten etc.).

Die Folgekoordinierung des Naturschutzgroßprojektes "Thüringer Rhönhutungen" erfolgt durch die Natura 2000-Station "Rhön" v.a. mit zusätzlichen Mitteln der Landkreise Wartburgkreis und Schmalkalden-Meiningen, des Landschaftspflegeverbandes "BR Thüringische Rhön" e.V..

Aufwertung vorhandener Naturerlebniswege: hierzu fanden verschiedene Vor-Ort Termine mit Behörden und Betroffenen statt – z.B. am Hexenpfad bei Fischbach (Foto: LPV Rhön)
Die Schäfereibetriebe im Projektgebiet werden jährlich auf den Flächen begleitet und die Beweidungsrhythmik wird abgesprochen (Foto: LPV Rhön)
Für die Streuobstwiese in Hümpfershausen konnten Finanzmittel über EUROPARC organisiert werden (Foto: LPV Rhön)

Kooperation mit anderen Natura 2000-Stationen

Verschiedene Artenschutz-Projekte laufen thüringenweit und werden von Spezialisten umgesetzt. Die Maßnahmen werden in der Rhön von unserer Natura 2000-Station mit begleitet. Die regionalen Kenntnisse können so geteilt werden und die Umsetzung kann flüssiger von Statten gehen.

SCHUTZ DES GOLDENEN SCHECKENFALTERS (E. AURINIA); August 2019 – Frau Gombert beim vor Ort Termin mit Frau Scheffler von der Natura 2000-Station „Gotha/Ilmkreis“ , dem Falterspezialisten Göran Roeder und Vertretern der Stiftung Naturschutz Thüringen (SNT) (Foto: LPV Rhön)
Goldener Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) (Foto: Alice Charnowsky)
Frau Ludwig von der Natura 2000-Station „Rhön“ stand bei Fragen zur Mahd beratend zur Seite (Foto: LPV Rhön)

Pflege von Halbtrockenrasen und Wacholderheiden

Ausweitung der Pflege der Wacholderheide an der Graukuppe bei Herpf - zum Lebensraumerhalt von Thymian-Ameisenbläuling, Zauneidechse und Zwergheideschnecke

In der Gemarkung Herpf, am Südhang der Graukuppe, befinden sich eine Wacholderheide mit einer Größe von ca. 1,5 ha. Die Fläche wurde bis 2019 nicht genutzt und ist indessen stark zugewachsen. Auf einer Teilfläche finden seit 2018 motormanuelle Pflegearbeiten statt. Mehr zur Fläche hier

Für die übrige Fläche konnte 2019 ein Ziegenhalter gewonnen werden. Er beweidet die Flächen mit Red Kalahari Ziegen, die von zwei Herdenschutzhunden geschützt werden.

Dieses Beweidungsprojekt initiierte die Natura 2000-Station "Rhön" mit Mitteln des Landkreises Schmalkalden-Meiningen und mit Mitteln der Stiftung Naturschutz Thüringen (SNT).

Eigentümer, Ziegenhalter und Waldgenossenschaft sowie Frau Gombert von der Natura 2000-Station „Rhön“ trafen sich an der Graukuppe, um die Maßnahmen-Details abzusprechen (Fotos: LPV Rhön)
Die Ziegen leisten auf schonende Art und Weise ganze Arbeit: Nadelgehölze und Sträucher werden sehr gut verbissen. (Foto: LPV Rhön)
Die Ziegen werden effektiv von zwei großen Herdenschutzhunden umsorgt. (Foto: LPV Rhön)